Autor Thema: Die heilige Sage von tyndur - Teil I - Der Bau eines Mythos  (Gelesen 5333 mal)

DerHartmut

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Es war einmal vor langer Zeit ein Verbund holder junger Männer, die es sich zum edlen Ziel machten, ein Betriebssystem für persönliche Rechenmaschinen zu entwickeln. Dieses Betriebssystem taufte man auf den heiligen Namen týndur. Ein holder Kämpfer und Programmierer namens Tumtrah machte sich einst auf, ebenfalls ein Mitglied dieses holden Kreises von Entwicklern zu werden. Begleitet ihn mit auf seiner Reise durch die Welten und Mysterien der týndur-Saga.

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Tumtrah war seid einiger Zeit gefesselt. Gefesselt von dem Geist, dem Wille und der Begierde zu programmieren. Als einfacher Mensch geboren sah er sich auserkoren, sich geeignete Fähigkeiten anzueigenen und voller Imbrunst den Weg zu einem Programmierer anzutreten. Getriezt und Verschrien von seinen Mitmenschen beschloss er eines Tages, den weiten Weg auf in das Internet zu machen. Er treibte von Plattform von Plattform, eignete sich die verschiedensten Fähigkeiten an. Dann hörte er von einer Sage, von einem Kreis junger holder Männer, die in der Lage waren, eigene Betriebssysteme zu entwickeln, die macht der persönlichen Rechenmaschinen für sich nutzen zu können. Frohen Mutes machte er sich auf den Weg durch die tiefen, tiefen Weiten des Internets auf zu dieser holden und mysteriösen Gemeinschaft.

Nach einiger Zeit war er angekommen in der sogenannten "Niedrigebene": Er war auf dem "lowlevel" ("lowlevel" ist eine geheime alte Runenschrift, die in etwa "Niedrigebene" wörtlich bedeutet; Sinngemäß könnte es so viel wie "auf niedrigster Ebene operieren" bedeuten) angekommen. Er entdeckte dabei ein geheimes Projekt, tief versteckt in den Weiten der Wikinger-Bibliothek (wird in der Gemeinschaft kurz "Wiki" genannt, eine freie Biliothek, wo sämtliche Einträge von jedermann geändert, verbessert und hinzugefügt werden können), es nennt sich "týndur". Was es bedeutet wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht...

Doch merkte er beim Durchstöbern der Bibliothek, dass er zu wenig Ahnung von der Funktionsweise der persönlichen Rechenmaschinen hat. Er lernte somit eifrig und im Verborgenen, immer auf der Hut, von keinem gesehen zu werden. Es vergingen Sonnenauf- und Sonnenuntergänge, der Mond drehte eitliche Male seine düsteren Runden um den runden Planeten (ja, er ist rund). Eines Tages sah er sich bereit, er fühlte sich stark, wollte nun mit der Gemeinschaft Kontakt aufnehmen. Er meldete sich sogleich im Forum an (ein großer Raum, in den verschiedene Fragen gestellt werden können und welche von anderen Mitgliedern beantwortet werden können. Jeder darf in das Forum herein, doch nur Mitgliedern ist es vorbehalten, Fragen zu stellen und zu beantworten). So stellte er seine erste Frage, machte auf sich aufmerksam. Die Angst kam in ihm hoch, wie würde er akzeptiert, würde er in so eine Gemeinschaft aufgenommen werden, würde man seine Hilfe bei der Entwicklung der heiligen Sage um týndur helfen?

Der Guru der Mathematik lud' ihn darauf herzlichst ein, bei einer gemütlichen Runde im sogenannten Relais-Gespräch teilzunehmen. Dabei spricht man durch spezielle Relais über einen geheimen Kanal miteinander. Gesagt, getan folgte Tumtrah sogleich dieser Einladung und war nun mit der Gemeinschaft in Kontakt. Er sprach leise die Worte: "Hallo zusammen"...er fasste all' seinen Mut zusammen und stellte sich vor. Mit Spannung erwartete er Stimmen aus dem Relais...

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So sprach der heilige H. Tejlat die magischen Worte: "Hallo DerTumrah" (in all seiner Angst hatte Tumtrah seinen Namen falsch in das Relais gesprochen gehabt). Gleich daraufhin nahm sich ein verrückter Pinguin seiner an, dabei war er gar nicht so verrückt wie man meinen könnte. Er fragte ihn, wo er denn gerne seine Arbeit und seinen Fleiß hineinstecken möchte, ob in den Kern der heiligen Sage rund um týndur oder doch eher in das Benutzerland. So entschied sich Tumtrah für das Benutzerland, dem er bis heute treu geblieben ist. Sogleich nahm sich nach einiger prüfender Zeit auch der heilige H. Teljat ihm an und fragte ihn aus, ob er denn schon Erfahrung mit der Programmierung in Linux hatte. Linux, der Träger seiner Kindheit, die Woge seiner Erfahrung. Frohlockend konnte er dies Bejahen und so bekam er seine erste Aufgabe: Die Portierung von mutt, einem Postklienten.

Leicht tapsig und etwas verwirrt nahm er den steinigen Weg hin zu der ersten Konfiguration seiner eigenen Kopie von týndur. Niemand außer einem kleinen Kreis auserwählten hat direkten Zugang zu týndur. Ein jeder Eingeweihte darf sich eine Kopie besorgen, doch Zugang haben nur die Eingeweihten via GIT, dem Großem Interferrenz Turbulator (fraget nicht, was das bedeutet, man weiß es selber nicht). Somit machte er sich nun an, seine eigene Kopie von týndur zu bauen. Steinige Wege mussten genommen werden...er ging durch die Konfigurationshöhle voller Pythons, hochgiftige Schlangen mit Tabulatoren. Geleitet durch die Gemeinschaft schaffte er den Weg aus der Höhle hinein in die Hallen von Make (gesprochen Mahköh). Make ist das heilige Orakel, welches seit jeher Entwicklern beim Bau eigener Kopien von Weichware in Form von Quellschriften hilft. Somit sprach er erhaben und voller Ehrfurcht die Worte zu Make: "make". Daraufhin sprang er zur Seite, erschlagen von der Wortgewalt von Make. Dutzende Runensprüche flossen durch seinen Mund, kaum erkennbar, was er gerade sagte. Er murmelte bis zu zwei Minuten vor sich hin, als er plötzlich schweigte. Hatte Tumtrah ihn verärgert? Nein, Make war fertig mit dem Bau seiner eigenen Kopie. Nun bat er ihm, die Kopie in Stein zu meißeln. So schrie er, wieder erhaben und voller Inbrunst die Worte: "make image-hd". Daraufhin brodelte es und es regnete riesige Steinklötze vom Himmel. Diese formten sich wie von Geisterhand zu einer riesigen, circa 82 Megatonnen großen Steintafel. Wie sollte Tumtrah eine solch schwere Steintafel nur zu einer persönlichen Rechenmaschine bringen? Geleitet von Clici McXan, einem Jünger der X-Saga, rief er die Geister von Q-emu (Ausgesprochen: Kuhehmuh).

Auf einmal fing alles an zu glühen, der Himmer wurde schwarz. Zeichen flackerten auf, die Steintafel beginn sich zu bewegen im Inneren. Und da war es soweit: týndur wurde ausgeführt. Die Geister formierten eine Textkonsole im Himmel, sodass týndur nun ohne direkten Zugriff auf eine persönliche Rechenmaschine ausgeführt werden konnte. Tumtrah schrie auf, jauchzte und frohlockte angesichts dieses Erfolgs.

Wieder zurück im Relais berichtete er von seinen Erfolgen. "Freu dich nicht zu früh, tapferer Tumtrah" ermahnte ihn H. Lejtah: "Es warten noch weitere schwierige Aufgaben auf dich".

Und Recht sollte er behalten...Tumtrah ging eine Aufgabe, die sich bisher keiner getraut hatte an: Ein Monster besiegen. Das Monster týndur unterwürfig machen. Es hatte den furchteinflößenden Namen

T...TUM.

To be continued...
« Letzte Änderung: 06. December 2009, 05:04 von DerHartmut »
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Nutze die Macht, nutze Perl ;-)

DaCodaaa

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« Antwort #1 am: 06. December 2009, 18:19 »
Nette Idee! :-D
Ich finde es super!

Programm Noob

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« Antwort #2 am: 06. December 2009, 22:19 »
Gute Geschichte, hasst du dir die ausgedacht?

Programm Noob

XanClic

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« Antwort #3 am: 06. December 2009, 23:09 »
Nein, die hat ihm sein Gehirn diktiert. :-D

Nun muss es doch auch mal von mir sein. Wobei ich nicht viel sagen kann.

Einfach supiklasse, ich warte voller Spannung auf die folgenden Teile. :wink:

PS: Der Name "Clici McXan" gefällt mir sehr gut, den merk ich mir. :-D
PPS: Endlich weiß ich auch, wie man qemu korrekt ausspricht. :-)
PPPS: Was ist mit "82 Megatonnen" gemeint? Das Image ist per Default 64 MB groß ;)

DerHartmut

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« Antwort #4 am: 07. December 2009, 11:09 »
82 Megatonnen sollen 82 MB sein (ich dachte, das Image wäre so groß ^^).

Also die Geschichte habe ich mir schon selber ausgedacht (wer mich kennt weiß das auch xD). Der nächste Teil folgt heute oder morgen und handelt von dem langen und steinigen Weg rauf auf den Berg, wo das schreckliche Monsten T...TUM wartet.
$_="krJhruaesrltre c a cnp,ohet";$_.=$1,print$2while s/(..)(.)//;
Nutze die Macht, nutze Perl ;-)

 

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