Autor Thema: Ubuntu und Windows  (Gelesen 29242 mal)

Svenska

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« Antwort #40 am: 05. December 2012, 23:25 »
Hallo,

Richtig, aber wenn der MBR der vorhanden ist sich einfach an die seit über 30 Jahren für den PC (da ein MBR ausführbaren Code enthält kann er zwangsläufig nicht plattformübergreifend sein) gültige Konvention hält (so wie der von MS es tut) dann können damit auch alle Dateisysteme gebootet werden die sich ebenfalls an diese Konvention halten.
Exakt. Da z.B. XFS aber ohne "PC" im Hinterkopf entwickelt wurde, geht das dafür nicht. (JFS reserviert übrigens 32K am Anfang jeder Partition, da lag ich falsch.)

Ein naiver MBR, wie der von Microsoft, kann nicht jedes Dateisystem booten.
Bei mir hat der MBR von Windows XP problemlos Linux (also GRUB) gebootet (sowohl aus JFS als auch aus RiserFS).
Ja, mit FAT/NTFS/ext?/ReiserFS/JFS geht das prima. Mit FAT und NTFS allerdings nur, wenn die CPU auch x86-Befehle ausführen kann. :-)

Da Partitionen (historisch) nur an Zylindergrenzen beginnen dürfen, ist der Bereich zwischen MBR und dem zweiten Zylinder garantiert unbenutzt und wurde "schon immer"(TM) für Universalbootloader (PQBoot, XFDisk u.a.) benutzt.
Ich hatte damals auch einen extra Boot-Loader (Name weiß ich leider nicht mehr) der zwischen all diesen OSen wählen konnte und der lag ganz sicher in einer extra Partition die sogar eine erweiterte Partition sein durfte.
Das war vermutlich der OS/2 Bootmanager. Den mochte ich nie besonders, weil er eine (kostbare) primäre Partition für sich selbst brauchte. Die hatte ich nie übrig. Ob er auch in einer erweiterten Partition funktioniert hätte, weiß ich nicht - das OS/2-FDISK hat ihn bei mir immer in eine Primärpartition installiert.

Mit diesem MBR konnte ich auch OS/2 und Windows NT direkt starten obwohl diese in erweiterten Partitionen lagen (nur DOS und Linux hatten primäre Partitionen aber ich bin mir sicher das zumindest auch Linux aus einer erweiterten Partitionen gebootet hätte).
Linux ist es relativ egal, wo es liegt, solange die cmdline stimmt, gleiches galt für Windows mit der boot.ini. OS/2 hat von dem Bootmanager den Laufwerksbuchstaben mitgekriegt, alles andere war simples Chainloading.

Gruß,
Svenska

erik.vikinger

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« Antwort #41 am: 06. December 2012, 10:47 »
Hallo,


Da z.B. XFS aber ohne "PC" im Hinterkopf entwickelt wurde, geht das dafür nicht.
Wimre war XFS laut der GRUB-Doku möglich aber meine Notfall-CD hatte kein geeignetes fsck.xfs dabei so das ich deswegen kein XFS genommen habe, aber ich glaube mich zu erinnern das ein Testlauf mit XFS erfolgreich war (ich hab jedenfalls etliche Dateisysteme durchprobiert (einige erfolgreich) und nur JFS war in allen Aspekten eine überzeugende Wahl).

Mit FAT und NTFS allerdings nur, wenn die CPU auch x86-Befehle ausführen kann.
Ich bin mir ziemlich sicher das man auch Code für andere CPUs in den Boot-Sektor von FAT/NTFS legen kann, das einzigste was die CPU dafür können muss ist ein JMP-Befehl der 30 bis 50 Bytes überspringen kann und maximal 3 Bytes belegt (wobei ich persönlich keine Hemmungen hätte das Feld "OEM-Name" einfach mit Programm-Code zu überbügeln) und daran dürften die meisten RISC-CPUs scheitern (hier muss man ganz klar sagen das MS und IBM vor über 30 Jahren leider nicht an heutige CPUs gedacht haben) aber sowas wie 68k und viele andere CISC-CPUS auch müssten das problemlos schaffen. Das echte Problem dürfte eher sein das diesem Code irgendeine genormte Umgebung wie z.B. die BIOS-Interrupts zur Verfügung stehen muss (für Dinge wie Sektor-Lesen oder Konsolen-Output) und sowas funktioniert in der Realität nur wenn ein Schwergewicht wie IBM das definiert und durchsetzt.

Das war vermutlich der OS/2 Bootmanager.
Nein, ganz sicher nicht. Ich erinnere mich genau das ich für diesen BootLoader eine extra Installation/Reparatur-Diskette hatte (mit der man bei Problemen den BootLoader in einer tollen Oberfläche wirklich anständig wieder flott kriegen konnte) und die war von irgendeiner anderen Firma.
Ich kann mich gar nicht erinnern das OS/2 einen BootLoader hatte, hm naja, ist schon lange her.


Grüße
Erik
Reality is that which, when you stop believing in it, doesn't go away.

ingeniosus

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« Antwort #42 am: 14. March 2013, 00:02 »
Habe Windows 8 Preview installiert. Aus Ärger, dass diese Version eine Sackgasse ist, habe ich Ubuntu 12.10 dazu parallel installiert.

Inzwischen fragte mich das System beim Hochfahren, ob ich Ubuntu als Standard haben will. Ich sagte ja, aber nun läuft kein Windows mehr.....

Der Windows Startmanager zeigt zwar die Auswahlmöglichkeit (Windows 8 oder Ubuntu )  an, aber ich kann mit keiner Taste die vor-eingestellte Auswahl Ubuntu ändern.

Windows ist zwar noch vorhanden, aber nicht mehr startbar....

Wer hat ähnliche MS-Steine auf seinem Weg?   

kevin

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« Antwort #43 am: 14. March 2013, 09:39 »
Ist doch klasse, dein Bootmanager weiß eben, was gut für dich ist.

Mein Bootmanager lässt mich auch kein Windows starten. Ich habe mir dafür dann allerdings auch gleich die Mühe gespart, noch eine Windowspartition vorzuhalten.
Thou shalt not follow the NULL pointer, for chaos and madness await thee at its end.

DerHartmut

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« Antwort #44 am: 14. March 2013, 12:26 »
Mit einem eigenen Bootloader wäre das nicht passiert.
$_="krJhruaesrltre c a cnp,ohet";$_.=$1,print$2while s/(..)(.)//;
Nutze die Macht, nutze Perl ;-)

ingeniosus

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« Antwort #45 am: 14. March 2013, 12:56 »
Würde der eigene Bootloader das Problem lösen?

timon

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« Antwort #46 am: 17. March 2013, 15:01 »
Bei mir funktioniert Ubuntu zusammen mit win8 ziemlich gut.
Das einzige Problem ist, dass win 8 ziemlich lange braucht nachdem ich auf Ubuntu die Windows Partition bearbeitet habe.
Bei mir läuft sowieso meistens Ubuntu und windows nur, weil ich die Lizenz eh habe und manche Programme/Driver auf Linux nicht gehen.

 

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