Autor Thema: Verrückter als wir...?  (Gelesen 42216 mal)

BigOlly

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« am: 12. April 2004, 04:30 »
Hi Leute!

Ich hab hier was interessantes:
Wenn wir bisher vielleicht der Meinung waren wir wären etwas verrückt wenn wir vor haben unser eigenes Betriebssystem zu schreiben... dann kann ich jetzt Entwarnung geben...!

Es gibt noch viel verrücktere !!!
Beispiel gefällig? Okay:

Hier ist jemand der hat sich doch tatsächlich seine eigene CPU gebaut!
http://mycpu.mikrocontroller.net/index2.htm

Hat tatsächlich einen eigenen Prozessor entwickelt. Selbst zusammengelötet inclusive Register, Interupts, Mikrocode usw.
Und das ding läuft sogar! Ich hab ein bisschen auf den Seiten dort gestöbert.. ist echt interessant. ...aber ihr könnt ja selber mal vorbeisehen.

Genau genommen ist der "Typ" noch einen riesigen Schritt "low-leveler" als wir. Noch ne Ebene tiefer geht wohl kaum noch.
Und um den Bogen zu unserem Thema wieder zu bekommen...: Einen Kernal für seinen mit der CPU aufgebauten Rechner hat er natürlich auch geproggt. Kann man zwar nicht unbeding für unsere Zwecke verwenden, aber interessant ist es alle mal! :)

Vielleicht ist es ja sogar eine Erwähnung im nächsten Magazien wert unter der Rubrik "kurruioses" oder "Hardcore-LowLevel"... ;)
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Zitat: "Es ist schwierig zu antworten, wenn man die Frage nicht versteht."
(würde mich ja mal interessieren ob jemand weiß woher dieser Satz stammt...)

lobmann

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« Antwort #1 am: 12. April 2004, 12:11 »
Man der Typ hat echt nen Schatten. Ich kann nur sagen Respekt.
Man kann doch nem alten Mann nicht in den Bart spucken und sagen es hat geschneit

TeeJay

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« Antwort #2 am: 12. April 2004, 12:23 »
Hehe.

Ist garnicht sooooo schwer.
Ich nehme sowas gerade auch in Digitaltechnik durch.
MIt den richtigen Bausteinen (die Programmierbar sind) kann man eigentlich "recht einfach" einen eigenen Prozessor bauen.

Aber es ist natürlich sehr komplex wenn man etwas wie den Protected Mode darin umsetzen will.

Aber eine coole Sache find ich das schon :)
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Roshl

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« Antwort #3 am: 12. April 2004, 12:34 »
Naja über sowas hat ich auch schonmal nachgedacht aber hm...*hust* egal :P
[schild=1]Wieder ein wertvoller(?) Beitrag von Roshl[/schild]

TeeJay

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« Antwort #4 am: 12. April 2004, 12:47 »
Das Problem ist halt das man dazu auch Programmiergeräte für die Bausteine benötigt. Und die sind halt nicht gerade in jedem Haushalt vorhanden *g* und auch nicht umbedingt günstig.
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BigOlly

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« Antwort #5 am: 12. April 2004, 14:35 »
Meinen ersten Computer hatte ich damals auch selber gebaut. Leiterplatten selber mit Lack gemalt, geätzt und gebort, Chips draufgelötet... naja, bis zum Gehäuse.
Aber entworfen hab ich ihn nicht. War also ein Nachbau (der Computer wurde damals in einer Fachzeitschrift vorgestellt).
Und... die CPU war auch gekauft und nicht selbst gebaut. :-) (war ein Z80 von Zilog)
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Zitat: "Es ist schwierig zu antworten, wenn man die Frage nicht versteht."
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lobmann

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« Antwort #6 am: 12. April 2004, 15:00 »
Aber ma abgesehen davon kann man sich auch ma so nen schönen AVR Mikrocontroller zulegen is billig und macht riesigen spass damit rum zu experementieren. Und man lernt noch nen bischen asm.
Man kann doch nem alten Mann nicht in den Bart spucken und sagen es hat geschneit

TeeJay

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« Antwort #7 am: 12. April 2004, 15:21 »
Ich darf demnächst GAL Chips programmieren :)

Ich kann dann ja mal dazu einen kleinen Bericht schreiben wenn ich das hinter mir habe.

Das ganze ist aber ein bisschen was anderes. Der Chip wird nämlich dahingehend programmiert, das er dann bei bestimmten signalen die er erhält, bestimmte SIgnale ausgibt.

Sprich man programmiert den Chip so, das er bei einem bestimmten "Befehl" etwas bestimmtes tut :)
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kleiner

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« Antwort #8 am: 12. April 2004, 17:24 »
Es gab mal vom heise-Verlag nen Artikel über Open-Source-CPU-Projekte und Entwicklungsprogramme dafür. Da haben die auch ein Projekt mit 32bit, Multithreading und allem Schnickschnack vorgestellt.

nooooooooos

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« Antwort #9 am: 06. December 2006, 17:01 »
Hmm...ich hab mal ne Frage...: Würdet ihr es für möglich halten, in einem halbjährigen Schulprojekt einen einfachen Computer zu bauen???

Wie würdet ihr ihn im Groben machen?? (Arbeitsspeicher, Diskett...blabla)

Nooooooos

blitzmaster

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« Antwort #10 am: 06. December 2006, 17:26 »
kommt darauf an was du alles selber machen willst
A / OS PM - THE operating system of the future

stultus

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« Antwort #11 am: 06. December 2006, 17:39 »
und wie gut du bist.... wenn du dir alles inkl. Speichermedien komplett selber baust, halt ichs für unrealistisch. Aber nur MB-artiges, kleine xyz-CPU, Floppycontroller, Grafik? Könnte gehn ^^
MSN: planetconquestdm@hotmail.de
ICQ: 190-084-185

... Wayne?

nooooooooos

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« Antwort #12 am: 06. December 2006, 17:58 »
jo so etwa...eben vieleicht 6bit, mit flash-speiceher, floppy + grafik...sollte schon selber gemacht sein...und vieleicht noch ein OS mit brainfuck...

Coffee

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« Antwort #13 am: 06. December 2006, 18:17 »
versteh ich euch richtig dass ihr auch son ding selber bauen wollt?

nooooooooos

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« Antwort #14 am: 06. December 2006, 18:21 »
Hmmm ich habe da sone Idee...und jezt will ich von den anderen wissen, ob das in einem halben Jahr möglich sein könnte...

Termite

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« Antwort #15 am: 06. December 2006, 18:35 »
nun ja.

der herr hat 2001 damit angefangen. wir schreiben nun das jahr 2006 fast schon 2007 somit ist das projekt schon gut 6 Jahre alt.

Der Herr hat elektrotechnik studiert und sollte sich daher in dem themengebit auskennen.

Für mich ist das eher eine frage der Fachkenntniss und des Zeitaufwandes. Und der vorhandenen Technischen möglichkeiten ( Software wie z.B. Simulationssoftware für analog und / oder digitaltechnik und HW wie Lötkolben, Bohrmaschine, ... )

6 Monate 8 Stunden täglich + ggf freizeit (so wie bei einer Diplomarbeit) da kann gut was geschaft werden. nur wenn nebenher noch der normale schulunterricht läuft ...

nooooooooos

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« Antwort #16 am: 06. December 2006, 18:37 »
Ja er soll ja auch nicht nacher "brauchbar" sein...Aber einfach so Zeilen-ausgabe und vieleicht ev. mal VGA sollte sich machen lassen....

@termite: ja also gedacht sind pro woche 3stunden...natürlich könnte man noch ein bissel freizeit aufwende...aber schule haben wir noch :-(

hältst du das für schwierig???

kevin

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« Antwort #17 am: 06. December 2006, 18:54 »
Ich halte es nicht für schwierig. Sondern für nicht machbar in dieser Zeit, vor allem, wenn man keine wirklichen Vorkenntnisse hat. Sagen wir mal, mit theoretischen Vorkenntnissen und zehn Stunden pro Woche schaffst du in einem halben Jahr einen einfachen Prozessor.
Thou shalt not follow the NULL pointer, for chaos and madness await thee at its end.

nooooooooos

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« Antwort #18 am: 06. December 2006, 19:00 »
Aha...danke...

Ne frage...der "herr da" hat ja seinen Prozessor in  etwa 20 Funktionen aufgeilt...könnte man das theoretisch auch einfacher machen...weil es muss ja wirklich kein supperprozessor werden....

Termite

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« Antwort #19 am: 06. December 2006, 22:23 »
Moin

wenn ich das mal überschlagen darf. 3 Stunden die Woche ein halbes schuljahr lang sond dann so ca 60 Arbeitsstunden in summe. Somit das was arbeitendes volk in 1 bis 2 wochen schaffen kann.

Das problem das sich mir auserdem weiter stellt, habt ihr überhaupt passende Messgeräte wie Digitales speicher Osziluskop bzw dital analizer zur hand? denn ohne die werdet ihr sehr viel freude bei der fehlersuche haben.

selbst wenn ich die platinen aufbauen müsste. 60 Stunden für alle 5 platinen die dort allein für den prozessor verwendet werden sind schon recht happig. Mann sollte die Zeit nicht unterschätzen die da draufgeht für entflechten, Platinenfertigung, und bestückung. Auch bei einem lochraster aufbau mit Fädeldraht sollte man sich vorher überlegen wie man aufbaut.
und zum schluss fehlersuche. eine der zeitraubensten aufgaben.

Bei meinem gesellenstück hab ich damals für 3 platinen insgesamt 60h veranschlagt. 16 für den aufbau und 44 für fehlersuche und in betriebnahme. und mit den 44 lag ich total daneben. ( lag aber wohl auch daran das ich mich damit wohl etwas zu schweres ausgesucht hatte. Geschweigeden von den 30 stunden für die Programmsteuerung. die waren sowieso gnadenlos daneben)

gruss.

ps. Geselenstück war ein Dolby Soround decoder auf DSP basis von Philips. Quasi selber zusammengeschnitzt, so direckt als bausatz gab es das damals nur auf analogbaisis.

 

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